Neuer Ausbildungs- und Verarbeitungsbereich schafft innovative Lern- und Praxisräume für Landwirtschaft und Gartenbau
Mit der feierlichen Firstfeier wurde am Landesgut Kleßheim ein wichtiger Meilenstein beim umfassenden Umbau des Gutshofes erreicht. Seit 2025 wird an einem zukunftsweisenden Projekt gearbeitet, das die Ausbildung an der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim sowie an der Landesberufsschule für Gartenbau nachhaltig stärken wird. Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist für Ende 2026 vorgesehen, die ersten Praxiseinheiten sollen bereits im Frühjahr 2027 in den neuen Räumlichkeiten stattfinden.
Im Rahmen des Umbaus entsteht ein moderner Lebensmittelverarbeitungsbereich, der sämtliche wichtige Produktionszweige der Landwirtschaft abbildet. Neben Verarbeitungsräumen für Milch-, Fleisch-, Obst- und Imkereiprodukte werden auch Verkaufs- und Verkostungsräume, Sensorik- und Seminarräumlichkeiten sowie moderne Ausbildungsräume für die Landesberufsschule Gartenbau geschaffen.
Mit dem Abschluss des Rohbaus und der nahezu fertiggestellten Dachkonstruktion konnte nun die traditionelle Firstfeier stattfinden. Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig und schaffen die Grundlage für eine zeitgemäße Ausbildung auf höchstem Niveau.
Die zukünftige Infrastruktur wird den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sämtliche Bereiche der Lebensmittelverarbeitung nach aktuellen Standards in Technik, Hygiene und Lebensmittelrecht praxisnah zu erlernen. Darüber hinaus bietet das neue Zentrum Raum für innovative Produktionsformen und neue Bildungsangebote. So werden künftig unter anderem die Verarbeitung von Fischprodukten, das Brauen von Bier sowie die Lebensmittelanalytik und die Arbeit mit komplementären Naturprodukten Teil des modernen Ausbildungsumfeldes sein.
Besondere Bedeutung kommt dabei auch den neuen Laborräumen zu, die insbesondere für den Ausbildungsschwerpunkt PKA (Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz) wertvolle Möglichkeiten für praxisorientiertes Lernen eröffnen.
Ein weiteres Highlight des Projekts ist der geplante Verkaufs- und Präsentationsbereich. Hier sollen regionale Produkte aus eigener Herstellung nicht nur Schülerinnen und Schülern, sondern auch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Damit wird die Wertschöpfung regionaler Lebensmittel sichtbar gemacht und das Bewusstsein für hochwertige heimische Produkte gestärkt.
Direktorin Kaiser betont zudem den Gedanken der „gläsernen Landwirtschaft“. Durch die offene Bauweise und großzügige Einblicke in die Praxisräume wird die Lebensmittelverarbeitung für Besucherinnen und Besucher sowie interessierte Spaziergänger direkt erlebbar. Transparenz und Verständnis für die Entstehung regionaler Lebensmittel stehen dabei im Mittelpunkt.
Auch Agrarlandesrat Maximilian Aigner unterstrich die Bedeutung des Projekts über die Schule hinaus: „Von dieser Investition profitiert nicht nur die Landwirtschaftliche Fachschule Kleßheim, sondern die gesamte Bevölkerung. Es geht darum, Einblicke in die regionale Lebensmittelproduktion zu schaffen, junge Menschen bestmöglich auszubilden und ihnen das notwendige Fachwissen für die Weiterentwicklung ihrer Betriebe mitzugeben.“
Die Firstfeier fand in einem feierlichen Rahmen statt. Zahlreiche Ehrengäste, Projektpartnerinnen und Projektpartner sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landes Salzburg, des landwirtschaftlichen Schulwesens, des Architektenteams und der ausführenden Unternehmen waren der Einladung gefolgt. Gemeinsam mit Lehrkräften, Bediensteten und Schülerinnen und Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim wurde der erfolgreiche Baufortschritt gewürdigt und ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft gefeiert.
@Hauer Victoria
Bildquelle: Land Salzburg/Martin Wautischer



