Bei diesem Projekt ging es nicht nur darum, dass man richtig und traditionell Palmbuschen binden kann, sondern um vieles mehr!

Vorbereitung

Der Lehrplan des 2. Schuljahres ist total auf das Direktvermarkten abgestimmt. In Marketing wurde das Wissen um die Gestaltung von Werbung in Form von Flyer und Plakat erlangt. Die Schülerinnen erfuhren die Wichtigkeit was auf Etiketten draufstehen muss. Checklisten, Zeitpläne wurden geschrieben und am Markttag noch alle Preislisten. Die Produktpalette entstand aus dem Produzierten in den Praxiseinheiten. Und da ging es richtig rund beim Leber- und Kaspressknödel drehen – alle gleich groß, so wie es sich gehört.

Umsetzung des Gelernten

Das Schweinefleisch ganz klein geschnitten, gekocht, Gemüse dazu und das selbst hergestellte Gelatine darüber gegossen, so verkaufte sich die feine Sulze sehr gut. Selbst hergestellte Würste, Selchfleisch und Osterschinken wurden vakuumiert und ausgepriesen. Die Milchverarbeitungs-Praxis diente zur Herstellung von Frischkäse, Topfen und Schnittkäse. Das spannende daran ist, dass die Schülerinnen die gemolkene Milch vom Melkkurs am Hof dort einsetzten. Ostereier färben: mit Kräuter vorher belegen, stramm in Netze einwickeln, danach in unterschiedlichen Farben kurze Zeit einlegen, war für die Schülerinnen auch neu, obwohl es in ländlichen Haushalten noch Tradition ist.

In der Küche ging es heiß her, es wurde fleißig gebacken. Die erprobten Rezepte von essbaren Geschenken, Osterlamm, Gugelhupf, Bürgermeiser, Karottentorte und Strudeln wurden in vielfacher Menge hergestellt. Ein selbstgemachter Eierlikör durfte auch nicht fehlen.

Soziale Kompetenzen und Kreativität

Die Schülerinnen stellten gute Teamfähigkeit unter Beweis. Alle waren gut gelaunt, auch wenn bei manchen die Füße brannten. Für das Produktangebot des Bastelstandes war die Textilgruppe schon Wochen vorher sehr fleißig am kreativen Gestalten. Kleine Osterstrauchanhänger in Feinarbeit, Blumenübertöpfe mit Filz gestalten, Kaffekannenwärmer in Osterhasengestalt mit aufwendiger Handarbeit bestickt, heiße Häschen mit versteckter Wärmeflasche, textiler Tulpenstrauß und liebevoll genähte Einkaufstaschen wurden produziert.

Am Markttag mussten die Brotbäckerinnen schon um 06:00 Uhr früh in der Backstuben den Teig kneten, Brotlaibe und Strutzen formen, die dann in das heiße Rohr geschoben wurden. Der Markttag war für die Schülerinnen sehr erfreulich und erfolgreich. Die bunten Verkaufsstände zeigten eine wunderbare Vielfalt an einladenden Produkten. Frisch gebundene  Palmbuschen und Frühlingsblumengestecke zierten die Eingangshalle, viele kauffreudige Gäste kamen aus Stadt und Land. Die Stimmung war einmalig, auch die Gesangseinlagen von Schülerinnen der 1. Klasse waren eine Bereicherung. Im Kaffeehaus saßen viele noch nach dem Einkauf und unterhielten sich genussvoll bei Kaffee und Kuchen.

Im Namen aller Schülerinnen der 2.BHM Klessheim bedanke ich mich ganz herzlich für Ihren freundlichen Besuch und geschätzten Einkauf!

Marianne Wuppinger, KV

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